Internationale Erfolgsgeschichte: Mehr als 10 Jahre Erasmus+ am btg

Image

Berufliche Meilensteine, kultureller Austausch und internationale Kompetenzen

In den vergangenen Jahren hat das Berufskolleg Technik der Stadt Gelsenkirchen (btg) im Rahmen des Erasmus+-Programms seinen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften einzigartige Möglichkeiten zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung geboten. Die Reisen führten unsere Lernenden weit über die Landesgrenzen hinaus – im ersten Projekt nach Schottland, seit 2018 auf die europäische Mittelmeerinsel Malta, nach Italien, Spanien bis hin zum französischen Übersee-Département La Réunion im Indischen Ozean.

Die Erlebnisse der letzten Jahre zeigen eindrucksvoll, wie moderner Unterricht, internationale Kooperation und berufliche Praxis miteinander verschmelzen.

Image

Anwendung und Erweiterung fachlicher Kompetenzen

Ein zentraler Baustein der Mobilitäten ist dabei grundsätzlich das Absolvieren von Betriebspraktika. So vertieften beispielsweise im letzten Jahr Schülerinnen und Schüler aus den Bildungsgängen Gestaltungstechnische/r Assistent/in, der Mediengestaltung und der Berufsfachschule Ingenieurtechnik ihre Kompetenzen in zehntägigen Praktika innerhalb der maltesischen Medien-, Gestaltungs- und Technikbranche.

Angehende Fachkräfte, u.a. in der dualen Ausbildung in den Bereichen Elektrotechnik und IT, unterstützten tatkräftig lokale Betriebe auf La Réunion. Die Qualität der Arbeit unserer Lernenden war so hoch, dass ein Schüler vor Ort sogar direkt ein Übernahmeangebot einer Firma erhielt, ein anderer Schüler maßgeblich an der Optimierung der Straßenbeleuchtung in Saint Joseph beteiligt war.

Schülerinnen und Schüler der dualen Ausbildungsberufe im Baubereich arbeiteten gemeinsam mit italienischen Partnern in Biella an bautechnischen Themen und sammelten Erfahrungen zu den Themen Dämmmaterial und Fassadenverkleidung.

Sprachkompetenz, Selbstorganisation und kultureller Austausch

Sich in einem fremden Land ohne gewohntes Umfeld zu bewegen, erfordert Mut. Auf Malta lebten die Teilnehmenden selbstständig in Apartments, organisierten ihren Alltag vom Kochen bis zur Orientierung selbst und besuchten neben dem Praktikum die „AClass Academy of English“, um ihre sprachlichen Fähigkeiten gezielt auszubauen. Auch auf La Réunion wurden Sprachbarrieren erfolgreich überwunden: Trotz geringer Französischkenntnisse war die Verständigung mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort durch Teamgeist und Flexibilität hervorragend.

Erasmus+ ist immer auch ein Abenteuer für die persönliche Entwicklung. Neben der Arbeit im Betrieb steht der Austausch mit unseren Partnerschulen im Fokus. Am Lycée Professionnel Paul Langevin auf La Réunion lernten die Schüler bei inseltypischem Frühstück und gemeinsamen Unterrichtsstunden das französische Schulsystem kennen. Unvergessliche kulturelle und landschaftliche Highlights runden jede Mobilität ab.

Nicht nur die Schülerinnen und Schüler profitierten: Begleitende Lehrkräfte nutzen die Mobilitäten zur kollegialen Hospitation an den Gastschulen, um neue pädagogische Ansätze und Impulse für den eigenen Unterricht in Gelsenkirchen mitzubringen.

Ob auf Malta oder am anderen Ende der Welt auf La Réunion – unsere Lernenden sind in den letzten Jahren fachlich wie sprachlich über sich hinausgewachsen. Sie haben internationalen Mut bewiesen und wertvolle Kompetenzen erworben, die ihnen auf dem zukünftigen Arbeitsmarkt einen echten Vorsprung verschaffen.

Wir freuen uns sowohl auf die Fortsetzung als auch auf neue Partnerschaften und Impulse, nicht zuletzt auch mit dem Blick auf die innovative und spannende didaktische Entwicklung im Zuge des einzigartigen Neubaus des btg.